Wenn es nach Zuckerwatte und Sägespänen riecht

14.04.2014

Süderländer Tageblatt

Wenn es nach Zuckerwatte und Sägespänen riecht

 

Eschenschüler begeistern 380 Zuschauer mit Zirkusvorführung

 

PLETTENBERG:  Wenn es nach Zuckerwatte und Popcorn, aber gleichzeitig auch nach Sägespänen und Pferdestall riecht, dann kann man eigentlich nur an einem Ort sein: im Zirkus. Und diese – ganz besondere – Luft durften jetzt auch die Kinder der Eschenschule schnuppern.

Eine Woche lang stand ein riesiges Zirkuszelt auf dem Schulhof, wo sich die Kinder mit der Zirkusfamilie Ortmann auf ihren großen Auftritt vorbereiteten. Für so manchen der Grundschüler dürfte da vielleicht ein Traum in Erfüllung gegangen sein, denn jeder von ihnen hatte die Qual der Wahl, ob er lieber Clown, Artist, Jongleur, Seiltänzer oder Tierdompteur sein wollte.

Am Freitagabend hieß es dann, ab in die Manege. Das Zelt war bis auf den letzten Platz besetzt: 380 Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde waren gekommen, um die Schüler mal von einer neuen Seite kennenzulernen. Mit tosendem Beifall und Pfiffen empfingen und verabschiedete das Publikum jedes der kleinen Zirkuskinder.

„Das ist ein Erlebnis, auf das die Kinder hoffentlich noch eine ganz lange Zeit zurückblicken werden. Vor vier Jahren haben wir die Artisten vom Circus Rondel das erste Mal bei uns gehabt. Danach haben wir entschieden, dass jeder unserer Schüler in seiner Zeit an der Eschenschule in dieser Manege stehen soll“, erzählt Rektor Volker Müller begeistert. Und tatsächlich: hätte man nicht gewusst, dass es sich an diesem Abend neben den Artisten der Familie Ortmann ausschließlich um Schüler handelte, die ihre einstudierten Nummern im Inneren des Zeltes darboten, hätte man sie nicht vom professionellen Zirkusvolk unterscheiden können.

Und so hatte die Schau auch alles zu bieten, was zu einem waschechten Zirkusprogramm dazugehört: Jongleure, Clowns, Tierdompteure mit Ziegen, Tauben und Ponys sowie mutige Artisten am Seil, Boden Trampolin und sogar am Trapez. Und auch das Spiel mit dem Feuer wagten die Kinder. An dem über zwei Stunden dauernden Zirkusprogramm waren über 100 Schüler beteiligt. Und am Ende des Abends waren sich alle einig: das war ein unvergleichbares Erlebnis!

                                                                                                                                            *ni