Grundschule Eschen: Schüler lernen mit Kopf und Hand

Plettenberg, den 20.06.2011

Lissajousfiguren. Galilei-Versuch. Böhmische Dörfer? Jetzt nicht mehr für die Schüler der Grundschule Eschen. Denn dank des Förderprogramms „Bildung“ der Enerviegruppe nennen sie jetzt eine Mini-Phänomenta ihr Eigen. Mit einer Projektidee begann die Bewerbung um die Förderung, für das die Enerviegruppe für nachhaltiges Wissen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) Mittel in Höhe von 5000 Euro in Aussicht stellte. Die Eschenschule bewarb sich unter 17 Schulen und Kindergärten (in Plettenberg als einzige Schule) mit der Idee des Aufbaus einer Mini-Phänomenta – und überzeugte.

Karen Herrmann, Koordinatorin des Förderprogramms, überreichte die offizielle Patenschafts-Urkunde. „Gepunktet hat die Eschenschule mehrfach. Naturwissenschaftliche Phänomene üben immer eine Anziehungskraft aus. Die Idee, diese Zusammenhänge über Ausprobieren im Grundschulunterricht kennenzulernen, hielten wir für sehr zielgerichtet“, erklärte Herrmann. „Wir wünschen uns mehr technik- und naturwissenschaftlich orientierten Nachwuchs.“
Ein weiterer positiver Aspekt war der gemeinschaftliche Aufbau der Projektstationen mit Eltern und Schülern sowie die Absicht, die Ausstellung dauerhaft und klassenübergreifend im Schulunterricht zu integrieren.
Rektor Volker Müller betonte, dass die Initiative von den Lehrerinnen Silke Scholz und Kerstin Groll ausgegangen sei, die die Anregung zum Bau der Lernstationen im Rahmen einer Fortbildung aufgegriffen hatten. Ziel des Projekts: Das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen wecken und gleichzeitig grundlegende naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten spielerisch vermitteln – eben „Lernen mit Kopf und Hand“. Besonders anschaulich anhand des Baus einer hölzernen Rundbogenbrücke, die nach dem Prinzip der Schlussstein-Befestigung ganz ohne Nägel oder Leim zusammenhält. Schon die alten Römer wussten um diese geniale Technik. Die Schüler beobachten, sind fasziniert, stellen sich Fragen und suchen gemeinsam nach einer Erklärung.

Die ersten sechs Stationen sind fertiggestellt, weitere werden bis 2013 folgen. „Ohne die Förderung hätte dies nicht realisiert werden können“, wissen Karen Herrmann und das Lehrerkollegium.