Eschenschule: Zirkusluft statt Klassenmief

Plettenberg, den 19.01.2012

„Diesen Live-Effekt bringt dir kein Fernsehen“, sagte Rektor Volker Müller von der Eschenschule am Rande der „Manege“. Der Zirkus Rondel trat anstatt im gewohnten Zelt in der Eschensporthalle auf und bot rund 130 Grundschülern und weiteren 30 Kindern aus dem Städtischen und dem DRK-Kindergarten am Eschen eine einstündige Sondervorstellung, die alle faszinierte.

Die sechs Rondel-Artisten boten große zirzensische Kunst. Auftritte von Clowns, einer Akrobatengruppe oder eines Jongleurs, sogar Tierdressuren – nichts fehlte von den Zutaten, die eine echte Zirkusschau ausmachen. Große Augen machten die Kinder, als Romina bis zu 13 Hula-Hoop-Ringe an ihrem Körper tanzen ließ. Ein weiterer Höhepunkt war die Tiershow mit Antonio und Ursula. Sie ließ Tauben durch die Halle fliegen, Antonio seine drei Hunde durch Reifen springen.

„Auch ohne Tiger und Elefanten kann Zirkus begeistern“, betonte Müller – erst recht, wenn man selber mitmachen darf. Denn zum Finale wirkten Mutige aus dem jungen Publikum mit bei der Trampolinshow. Ihnen wirbelte ein Artist mit Salti und Schrauben um die Ohren. Klar, dass dafür eine Zugabe fällig wurde.

Seit der Projektwoche vor zwei Jahren, für die die Eschenschule den Zirkus Rondel engagiert hatte, ist der Kontakt zwischen Schulleitung und Zirkusdirektor nie abgerissen. Gestern gab’s die Extra-Zirkusgala. „Es macht Spaß, die Kinder lachen zu sehen. Und wir Artisten bleiben während der Winterpause in Form“, erläuterte die Rondel-Truppe. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Eine erneute gemeinsame Zirkusprojektwoche ist für 2014 ins Auge gefasst, wenn die Schule denn mit Sponsorenhilfe die Kosten dafür stemmen könne, wie Rektor Müller anmerkte. Alexander Khalladi